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	<title>Andere Parteien &#187; Münchner Kommunalwahl 2014</title>
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		<title>23-03-2014 &#8211; Gastbeitrag: Analyse der Kommunalwahlen und Parteien in München</title>
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		<pubDate>Sun, 23 Mar 2014 13:59:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Münchner Kommunalwahl 2014]]></category>

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		<description><![CDATA[Dominic Falter ist der Gründer eines politischen Blogs und war selbst 12 Jahre in der Kommunalpolitik in München aktiv (CSU/ Unabhänige Junge Liste eV.). Für &#8220;Andere-Parteien.de&#8221; hat er sich die Münchner Kommunalwahl 2014 noch einmal genauer angesehen und vor allem aus Sicht der vielen Parteien die Lage analysiert.
Die CSU, die große Siegerin der München Wahl [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img class="alignleft" title="Münchner Wahlen 2014" src="http://www.travel-tipps.de/wp-content/uploads/2011/08/2716_R_K_by_Markus-Hein_pixelio.de_-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" />Dominic Falter </strong>ist der Gründer eines politischen <a href="http://isarfalter.info/" target="_blank">Blogs</a> und war selbst 12 Jahre in der Kommunalpolitik in München aktiv <strong>(CSU/ Unabhänige Junge Liste eV.)</strong>. Für &#8220;<strong>Andere-Parteien.de</strong>&#8221; hat er sich die <strong>Münchner Kommunalwahl 2014</strong> noch einmal genauer angesehen und vor allem aus Sicht der vielen Parteien die Lage analysiert.</p>
<p><strong>Die CSU, die große Siegerin der München Wahl 2014?</strong></p>
<p>Auf den  ersten Blick mag es so scheinen angesichts eines Zuwachses von 4,9% &#8211;  allerdings von dem Niveau eines katastrophalen Wahlergebnisses 2008,  welches kaum mehr zu unterbieten war. Letztlich springen für die CSU 26  Stadträte heraus, da hatte man intern doch mit viel mehr gerechnet  (&#8221;Mindestens 30&#8243;). Stärkste Partei im Stadtrat klingt toll, nimmt man  aber an, dass die SPD die OB Stichwahl gewinnt, gibt es einen Sitzpatt  von 26 zu 26 zwischen CSU und SPD. Angesichts einer SPD ohne  Amtsinhaberbonus, Skandalen bei den städtischen Kliniken und einer in  der Stadt deutlich spürbaren rot-grün-Müdigkeit hat die CSU eine  historische Chance leichtfertig verspielt. Um eine echte Chance zu  haben, den OB zu stellen, hätte das Ergebnis von Seppi Schmid im ersten  Wahlgang deutlich besser sein müssen. Und es bedürfte echter Angebote  nicht nur an die Grüne Partei, sondern auch an deren Wählerschaft, damit  diese nicht Dieter Reiter von der SPD zum OB kürt. Aber gerade bei der  kommunalpolitisch wichtigen Verkehrspolitik liegen CSU und Grüne  meilenweit auseinander. Eine Chance läge möglicherweise darin, den  Grünen (und auch der ÖDP) bei der Ablehnung der zweiten Stammstrecke  entgegen zu kommen und so eine Mehrheit zu kreieren, gerade weil die  Münchner CSU in dieser Frage ohnehin nicht so genau weiß, was sie will.  Aber da würde die Landes CSU, die voll hinter der zweiten Stammstrecke  steht,  den Seppi wohl zurückpfeifen.</p>
<p>Vielleicht verfing beim Wähler Seppis  Parole vom &#8220;München neu denken&#8221; auch nicht, wenn die Partei  gleichzeitig wieder &#8220;ewige&#8221; Stadträte wie die Herren Quaas, Zöller und  Podiuk für weitere 6 Jahre aufstellte.</p>
<p>Oder der Grundansatz war falsch, Wähler in der Mitte  einfangen zu wollen. Parteiurgestein Peter Gauweiler plädierte hier  immer &#8220;Stammkundschaft vor Laufkundschaft&#8221;, also Fokus auf Mobilisierung  der Stammwähler. Die extrem niedrige Wahlbeteiligung zeigt, dass  letzteres kaum gelungen ist, wohl weil viele Themen zu soft für die CSU  Stammwähler waren. Vielleicht hätte eine Kampagne alten Typs wie vom ehemaligen CSU München Spitzenmann Uhl mit  markigen Sprüchen (&#8221;cool, sicher, Uhl&#8221;) und dem Thema Sicherheit mehr  erreicht.</p>
<p>Betrachtet man die Stadtviertel, bleibt das CSU Ergebnis  weiter sehr gespalten. Schwächster Bezirk ist die Schwanthalerhöhe mit  gerade mal 18,3% gefolgt von Isarvorstadt und Au-Haidhausen. Stärkster  Bezirk wie üblich Allach mit 49,4% &#8211; für eine Partei mit dem Anspruch  die ganze Stadt zu regieren, sind diese Unterschiede eigentlich zu groß.  Auch die Zuwächse fallen je nach Gegend sehr unterschiedlich aus. In  Feldmoching-Hasenbergl gabs ein plus von 9,3%, wohl geschuldet durch das  katastrophale Ergebnis dort 2008 im Umfeld der Transrapid Planung,  schwächster Zuwachs in Sendling mit nur 0,7%.</p>
<p>Insgesamt ein  enttäuschendes Ergebnis für die Münchner CSU, schließlich wurde die als  so historisch beschworene Stichwahl auch nicht aus eigener Kraft  erreicht, sondern nur weil die Grünen Wähler mehrheitlich ihre  Kandidatin im ersten Wahlgang wählten.</p>
<p><strong>SPD</strong></p>
<p>Minus  8,9% &#8211; eine schallende Ohrfeige. Gewinnt Reiter aber die Stichwahl und  gelingt es eine Mehrheit zu kreieren mit den zahlreichen Möglichkeiten,  kommt die SPD mit einem blauen Auge davon. Die SPD ist auf einem  normalen &#8220;Ohne-Ude&#8221; Niveau angekommen &#8211; und dies recht gleichmäßig  verteilt über die Stadt, schwächster Bezirk die CSU Hochburg Allach mit  24,8%, stärkster Milbertshofen mit 36,4%. Und auch die Verluste  verteilen sich ohne großes Gefälle, am niedrigsten in Altstadt-Lehel mit  -6,2% (gefolgt von den südwestlichen Stadtbezirken), am höchsten in  Moosach mit -11,1% (gefolgt von Bogenhausen und den westlichen  Bezirken). Wirklich erstaunlich ist auf der SPD Liste das Abschneiden  von Stadtrat Dr. Assal &#8211; aufgrund von Fehlverhalten nur auf Platz 51  gesetzt, gewann der Aubinger 26 Plätze und ergatterte den letzten Sitz  der SPD. Wird ein amtierender Stadtrat so weit nach hinten gesetzt und  trotzdem reingewählt, dürfte das den SPD Parteistrategen absolut nicht  schmecken&#8230;</p>
<p><strong>Grüne</strong></p>
<p>Plus 3,6% &#8211; angesichts  des schwachen Abschneidens bei Land- und Bundestagwahl war dies nicht  unbedingt zu erwarten &#8211; 16,6% bedeuten 13 Stadträte. Einen Platz konnte  sich auch wieder der bei der innerpartielichen Aufstellung abgewatschte Bürgermeister  Monatzeder sichern, er sprang von 18 auf 6. Dagegen wurde der kaum  bekannte Münchner Grünen Vorsitzende Weissenburger von den Wählern aus  den Top 13 aussortiert, somit kein Mandat für ihn.</p>
<p>Grünen  Hochburg wieder Au-Haidhausen mit 26,0%, Diaspora Feldmoching-Hasenbergl  mit 9,7%. Die Gewinne verteilen sich dagegen sehr gleichmäßig, hier  vorne Obergiesing mit 5,2%, ein deutliches Zeichen, dass sich auch  dieses Viertel zunehmend gentrifiziert und hinten die Isarvorstadt mit  2,0% plus, was wohl dem starken Abschneiden der HUT Liste dort  geschuldet sein dürfte. Das Grünen Ergebnis insgesamt bleibt stark  gespalten zwischen innerhalb und außerhalb des Mittleren Rings.</p>
<p><strong>Freie Wähler</strong></p>
<p>Trotz  einer Steigerung von 1,6% auf 2,7% bleiben die FW in München ein  Fremdkörper im Vergleich zu ihren Erfolgen auf dem Land. Die ersten 4  Plätze ihrer Liste besetzen Überläufer (1. Altmann, exCSU Stadtrat, 2.  Sabathil, exCSU Stadträtin, 3. Hentschel, exCSU BA-Chefin, 4. Bertermann,  exFDP MdL). Echte Hochburgen kennt diese Überläuferliste nicht, nur  Trudering sticht mit 3,4% heraus, wohl weil dort Hentschel (noch) dem Stadtviertelparlament vorsteht. Warum die FW ihren Wahlkampf vor  allem mit dem Thema Bildung bestritten, obwohl dies gar nicht  Kommunalpolitik ist, bleibt ein Rätsel.</p>
<p><strong>FDP</strong></p>
<p>Die  FDP hat ihr 2008 Ergebnis von 6,8% genau halbiert. Interessant dabei,  die FDP verlor laut Wählerwanderungsanalyse ihre meisten Anhänger nicht an die zugewinnende CSU,  sondern an die Grünen. Außerdem wanderten viele FDPler an die Sonstigen  ab, das dürften vor allem Neuwähler der AfD gewesen sein. Herausragend  bei der FDP ex Wissenschaftsminister Heubisch, der von Platz 15 auf 3 sprang,  so den letzten FDP Sitz errang und zwei amtierende Stadträte  rausdrängte. Das dürfte intern nicht nur für Freude gesorgt haben&#8230;</p>
<p><strong>Piraten</strong></p>
<p>1,2%  für die Piraten, Spitzenkandidat und ex FDP Mitarbeiter Ranft schafft  damit als einziger den Einzug. Für die Partei eine herbe Enttäuschung,  hatte man bei der Landtagswahl noch 2% geholt und auf ein deutlich  höheres Ergebnis gehofft, geben doch viele Wähler ihre Stimme bei  Kommunalwahlen im Gegensatz zu Landtagswahlen eher kleineren Parteien,  da sie wegen der fehlenden 5% Hürde nicht den Verlust ihrer Stimme  fürchten müssen.</p>
<p>Einsatz und Ideen bot die Münchner  Parteigliederung durchaus, den meisten Kandidaten fehlte es aber an Erfahrung und örtlicher Vernetzung, dazu die bundesweite Grundausrichtung als Linkspartei-light, die bei den  Wählern offenbar weniger gut ankommt.</p>
<p>Das  eigentliche Problem der Piraten ist es, dass sie es bei dieser  Kommunalwahl nur in 5 Kommunen schafften mit eigenen Listen anzutreten  Die zuständigen  Vorstände haben es versäumt den Fokus  auf eine breite Verankerung der Partei in ganz Bayern zu legen und  lieber interne Auseinandersetzungen betrieben. Bayernweit kommen die  Piraten für die nächsten 6 Jahre auf zwei handvoll  Mandatsträger von mehreren zehntausend. Näher am Menschen geht anders&#8230;</p>
<p><strong>Bayernpartei und AfD</strong></p>
<p>Von  1,5% auf 0,9% gefallen &#8211; angesichts von zuletzt 2% bei der Landtagswahl  in München und einer zunehmenden Angst Einheimischer verdrängt zu  werden, ein schwaches  Ergebnis für die Bayernpartei. Wahrscheinlich war das Landtagswahlergebnis auch dadurch  getrieben, dass die AfD nicht antrat und intern zur Stimmabgabe für die  BP warb. Die AfD selbst erreicht im Rat 2 Sitze mit 2,5% &#8211; nicht wirklich  aussagekräftig, über Erfolg oder Misserfolg der AfD entscheidet eher die Europawahl. Ihr Ergebnis war am Stadtrand deutlich  stärker als innerstädtisch, wohl auch geschuldet einer Kampagne fokussiert  auf die ältere Generation (&#8221;Respekt den Senioren&#8221;).</p>
<p><strong>Die Behüteten und Rosafarbenen</strong></p>
<p>Die  Rosaliste, die selbsternannte Vertretung der Homosexuellen, zieht wieder mit einem Sitz im Rat ein. Hochburg mit 7,1% die  Isarvorstadt, wenig überraschend, stellen sie in Münchens schrillstem  Viertel doch den Vorsitzenden des Stadtteilparlaments.</p>
<p>Auch die HUT Liste hatte mit 5,7% ihre  Hochburg zwischen Gärtnerplatz, Röcklplatz und Hauptbahnhof, bei nur  0,3% in Allach. Einen Sitz im Rat  für diese stark innerstädtisch geprägte Liste, die gegen den Neubau von  Wohnungen demonstriert, aber niedrigere Mieten will.</p>
<p><strong>Die Extremen</strong></p>
<p>Die Linke  verlor deutlich von 3,7% auf 2,4% (2 Sitze). Die NPD-nahe Liste  &#8220;BIA&#8221; halbierte ihr Ergebnis auf 0,7%, erhielt aber ihren einzigen Sitz. Vertreter der jüdischen Kultusgemeinde äußerten, dies sei eine Schande für München. Bei der  sehr geringen Beteiligung war aber eigentlich viel Schlimmeres zu  befürchten, nämlich mehrere Sitze für Rechtsextreme. Stürzenbergers anti-islamische  &#8220;Freiheit&#8221; scheiterte mit 0,6% knapp</p>
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